Mit dem Adoptionsprozess wird der Entwicklungsprozess bzw. die “Evolution” eines Neuproduktes von der Wahrnehmung bis zur Übernahme durch den Konsumenten bezeichnet. Zwischenschritte sind das Interesse, die Bewertung und der Versuch. Entscheidende Einflussfaktoren können Personen oder produktbedingter Natur sein – Die Wichtigkeit der Kaufentscheidung, die Austauschbarkeit der Güter/der Alternativenzahl (Homogenität), die Alltäglichkeit des Kaufs, die mit dem Kauf des Produktes und seiner Nutzung wahrgenommenen Risiken im Verhältnis zu dem mit dem Gut verbundenen Nutzen bzw. dem Zweck und seiner Bedeutung, welches es in seinem Konsumsystem einnimt. Dabei spielen finanzielle Aspekte bzw. dessen Status- und Prestigefunktion je nach sozialer Sichtbarkeit eine nicht zu unterschätzende Rolle. Weitere Einflussfaktoren können Umweltbedingt – wie Trends, die gesamtwirtschaftliche Situation oder die technische Entwicklung sein. Bei der Neuproduktplanung spielt dieser Prozess eine grosse Rolle, weil es auf keinem der 5 Prozesstufen zu negativen Auswirkungen kommen darf.
Der Konsument nimmt ein neues Produkt wahr zB durch Werbung im TV oder POS Aktivitäten. Daher sollte die Aufmerksamkeitsschwelle als Voraussetzung für die Wahrnehmung durch interessante Werbung überschritten werden können. Da die Konsumenten einem zunehmenden Kommunikationsdruck und Informationsüberfluss ausgesetzt sind, kommt es weiterhin zu flüchtigem Informationsverhalten gegenüber der Vielzahl der als austauschbar erlebter Angebote. Die Folge ist eine tendenzielle Low involvement-Haltung. (Aktive) Bekanntheit der Marke und/oder Werbung ist allerdings notwendige Voraussetzung für die weiteren Prozessschritte.
Sodann kann sich Interesse bei dem pot. Kunden entwickeln. Dies ist stark von seinem Involvement abhängig. Als solches bezeichnet man die Aufmerksamkeit bzw. das Engagement, mit dem sich der Konsument dem Angebot zuwendet. Bei Habitualkäufen - also gewohnheitsmässigen Routinekäufen von Dingen des täglichen Bedarfs – Spontan oder Impulskäufen ist es eher gering ausgeprägt. Die Kaufentscheidung erfolgt dort vielmeht direkt am Point of Sale. Die Prozesschrittte vor dem Kauf des Produktes können in dem Fall auch schneller durchlaufen bzw. übersprungen werden.
Als nächstes bewertet der Konsument, ob ihm das Produkt nutzen stiften könnte. Dies gilt es zu berücksichtigen, da er vor dem ersten Versuch entscheidet, welchen Nutzen ihm das Produkt spendet – dabei spielen rationale und emotionale Faktoren eine Rolle. Dementsprechend sollte das Produkt werbetechnisch rational (USP, consumer benefit, reason why) und/oder symbolisch-emotional (ESP, Image, Erlebnis, affektiv ) aufgeladen werden.
Schliesslich kommt es zum ausprobieren – also zum Versuch und je nach Konsumerlebnis zu der Entscheidung, ob das Produkt schliesslich adoptiert – im weiteren also übernommen – wird oder nicht.











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